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Gartenbrunnen

Geschichte und Brauchtum

Geschichte

Die ältesten bisher bekannten Brunnen stammen aus der frühen Jungsteinzeit. Der heute unter dem Meeresspiegel gelegene Brunnen von Atlit Yam (Israel) stammt aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. (spätes PPN B). Wenig später wurden in Mylouthkia auf Zypern Brunnen angelegt. Aus der mesolithischen Siedlung Friesack in Brandenburg ist eine flache Grube bekannt, mit der die damaligen Jäger und Sammler sich vielleicht Zugang zum Grundwasser erschafft haben. Die ersten echten Brunnen in Mitteleuropa stammen aus der ältesten Bandkeramik, um 5300 v. Chr. Sie besassen meist einen Brunnenkasten aus Eichenholz. Aus der Schnurkeramik sind Brunnen mit einer Auskleidung aus Flechtwerk bekannt.

Brauchtum

In Oberfranken, besonders in der Fränkischen Schweiz, gibt es den Brauch, Osterbrunnen zur Feier des Osterfestes zu schmücken. Im schwäbischen Raum gibt es in manchen Städten das jährliche Brauchtum des so genannten Geldbeutelwaschens im Brunnen. Einzelne Städte haben als Fasnachtsbrauch sogar das Hineinwerfen von Personen in einen Brunnen in ihre Bräuche integriert. Es existiert der verbreitete Aberglaube dass Münzen, die in einen Brunnen geworfen werden, zu Lebensglück oder zur Absicherung der späteren Rückkehr an den Brunnen führen. In Sulz in der Schweiz findet jeweils am Pfingstsonntag der Pfingstsprützlig statt, wo vollständig in Laub gekleidete Gestalten Schaulustige mit Brunnenwasser anspritzen.

Quelle Wikipedia, Keyword Brunnen, Stand 26.04.2006